QUELLEN & METHODIK
Woher stammen SnoopPro-Daten – und wie belastbar sind sie?
SnoopPro ist nur dann nützlich, wenn Datenherkunft, Verarbeitung und Grenzen sichtbar bleiben. Deshalb erhält jede Quelle einen technischen und rechtlichen Steckbrief, jeder Datensatz Provenienz und jede abgeleitete Aussage eine eigene Datenklasse.
Die fünf SnoopPro-Datenklassen
Direkt aus einer nachvollziehbaren Quelle übernommener Fakt.
Berechneter Wert, z. B. Entfernung oder Zeitdifferenz.
Regelbasierte fachliche Zuordnung eines Quellenfakts.
Ableitung, die ausdrücklich vom Quellenfakt getrennt bleibt.
Nicht öffentlich gefunden oder nicht belastbar bestimmbar.
DEUTSCHLANDWEITE QUELLENARCHITEKTUR
Bundesweite Feeds + föderierte Länder- und Kommunalquellen.
SnoopPro behandelt „Deutschland“ nicht als eine einzelne Datenquelle. Wo ein realer bundesweiter Feed existiert, wird er zentral angebunden. Wo Planung und kommunale Vorgänge föderiert bereitgestellt werden, registriert SnoopPro die tatsächlichen Provider je Land oder Kommune. Abdeckung wird deshalb nach Gebiet, Datentyp, Quelle und erfolgreichem Sync gemessen.
SOURCE REGISTRY · ENGINEERING GREEN
Landeshauptstadt München – Bauleitplanungsflächen
Der Datensatz „Flächen von Bebauungsplänen, Bebauungsplänen in Aufstellung, Außenbereichssatzungen und Umlegungsgebieten“ wird vom GeodatenService München bereitgestellt. Das Open-Data-Portal bietet WFS/GeoJSON und CKAN-Metadaten. Der SnoopPro-Adapter nutzt räumlich begrenzte WFS-Abfragen, stabile Quellen-IDs und Change Detection.
Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0
Attribution: Landeshauptstadt München – opendata.muenchen.de
Format: WFS / GeoJSON · EPSG:4326
„Engineering GREEN“ bedeutet: Quelle und Datenpfad sind freigegeben. Als Website-LIVE wird der Datentyp erst bezeichnet, wenn der produktive Runtime-Sync nachgewiesen ist.
SOURCE REGISTRY · PRÜFUNG YELLOW
OParl und weitere kommunale Provider
OParl standardisiert den lesenden Zugriff auf öffentliche Inhalte kommunaler Ratsinformationssysteme. Der generische SnoopPro-OParl-Adapter ist vorbereitet; jeder Server erhält trotzdem einen eigenen Source-Eintrag und eine providerbezogene Lizenz-/Qualitätsprüfung. Dasselbe Prinzip gilt für föderierte XPlanung-/WFS-Angebote.
Was steht in der Source Registry?
Technik: API, WFS/WMS, GeoJSON, XPlanung, OParl, Download oder Dokumentadapter.
Recht: Lizenz, Attribution, Nutzungsbedingungen, Abrufregeln und Speichergrenzen.
Qualität: räumliche Abdeckung, Aktualisierungsrhythmus, bekannte Lücken.
Historisierung: stabile IDs, Versionierung, Change-Detection-Fähigkeit.
Produktstatus: GREEN, YELLOW, RED oder reiner REFERENCE/DISCOVERY-Status.
Freshness: Vier Zeitpunkte statt eines Datums
Ein Datensatz kann heute abgerufen worden sein und trotzdem Monate alt sein. Für eine saubere Historisierung unterscheiden wir mindestens: Veröffentlichungszeitpunkt der Quelle, erstmals von SnoopPro gesehen, zuletzt von SnoopPro gesehen und letzter Abruf. Bei Änderungen kommt zusätzlich der fachliche Änderungszeitpunkt hinzu, sofern die Quelle ihn liefert.
Normalisierung ohne Quellenverlust
Jeder Adapter behält die ursprünglichen Quelleneigenschaften separat und erzeugt daraus ein versioniertes Normalformat. Ein Quellenfeld wird nicht heimlich umbenannt und als „Fakt“ ausgegeben, wenn SnoopPro es nur interpretiert hat. Das Normalformat trägt SourceRef, Source-ID, Geometrie, Fetch-Zeit, Eventtyp, fehlende Felder und Datenklasse.
Räumliche Einordnung ist eine eigene Berechnung.
Planungsgeometrien können über BBOX und später PostGIS räumlich abgefragt werden. Eine berechnete Entfernung wird als CALCULATED gekennzeichnet. Der aktuelle Runtimekern kann bereits Bounding-Box-Kandidaten und eine approximierte Distanz zur Feature-Bounding-Box liefern; das ist ausdrücklich nicht dasselbe wie eine exakte Distanz zur Polygonkante.
Legal-by-Design ist ein Freigabegate.
Nicht alles, was technisch abrufbar ist, wird automatisch verarbeitet. Quellen mit unklarer Lizenz, personenbezogenen Risiken, aggressivem Scrapingbedarf oder ungeklärter Weiterverwendung bleiben YELLOW/RED. Sie werden nicht allein deshalb produktiv, weil ein Entwickler technisch darauf zugreifen kann.
